07.11.2017

Wanderwegekonzept für Naturlehrpfad in Plothen und in Knau erstellt

Der Naturlehrpfad Plothen sowie der ornithologische Rundwanderweg im Park des Rittergutes Knau bedürfen dringend einer inhaltlichen wie auch materiellen Überholung. Das war die einstimmige Meinung der Akteure im Dreba-Plothener Teichgebiet. Auf Veranlassung der Naturparkverwaltung und in Abstimmung mit der dortigen Bürgerinitiative sowie anderen Akteuren der Region konnten letztlich Fördermittel der Europäischen Union und des Freistaates Thüringen akquiriert werden, mit deren Hilfe für beide Wege ein neues Konzept erarbeitet wurde.

Ziele waren unter anderem:

  • Prüfung des vorhandenen Wegeverlaufes auf kritische Bereiche und Konflikte sowie Erarbeitung von Lösungsvorschlägen
  • Eigentümerermittlungen für den Rückbau der vorhandenen, verschlissenen Beschilderung sowie für die Neubeschilderung
  • Entwürfe für neue, zeitgemäße und zielgruppenorientierte Infoelemente
  • Kostenschätzung für eine Realisierung
  • Vorstellung der Ergebnisse vor den Akteuren der Region und den Beteiligten

Die die im Entwurf vorgenommene Änderung des Verlaufs des Naturlehrpfades weg von der Straße Plothen-Dreba sowie die stärkere Heranführung an mehr Gewässer wurde von allen Beteiligten sehr begrüßt. Ein besonderer Dank gilt dabei den Grundstückseigentümern, die sich ausnahmslos mit dem neuen Verlauf des Weges einverstanden erklärten.

Mit einer verstärkten Hinweisung auf die Ergebnisse der FFH-Managementplanung des Gebietes  kann einerseits die Bedrohung des Gebietes durch Übernutzung und vermehrten Nährstoffeintrag sowie andererseits die durchaus noch vorhandene Schutzwürdigkeit dokumentiert und direkt veranschaulicht werden. Gleiches trifft für den Wanderweg im Park des Rittergutes Knau zu. Hier prägt eine Vielzahl alter Bäume aus unterschiedlichen Baumarten das Waldbild. Ein Zustand, der in vielen anderen Bereiches unserer Landschaft heute nicht mehr existiert. Demzufolge leben hier viele Vogelarten, die durch die europäische Vogelschutzrichtlinie geschützt sind.

Für das Jahr 2018 sind vom Naturpark mittlerweile Fördermittel für die Umsetzung des Konzeptes beantragt worden. Eine Entscheidung darüber wird jedoch erst im Frühjahr 2018 fallen.




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