Neues aus dem Naturpark

Newsniöld -  Elan e.V.

"Entdecke die Geheimnisse der Wildnis und stärke Deine Naturverbindung mit unserer einjährigen, modularisierten Ausbildung. Unter der Anleitung erfahrener Wildnistrainer*innen entwickelst Du Wildnis- und Survivalfertigkeiten sowie tiefgreifendes Naturwissen. Diese Ausbildung ist Dein Wegweiser zu einer intensiveren physischen, geistigen und emotionalen Beziehung zur Natur." (ELAN e.V.)

 

Ausbildung Wildnispädagogik (Teil 1) Oktober 2024 - September 2025

Modul 1: Das Feuer entfachen – Einführung in die Wildnispädagogik Termin: 24.10. – 27.10.2024 Ort: ELAN e.V., Thüringer Schiefergebirge

Über die Ausbildung: Entdecke die Geheimnisse der Wildnis und stärke Deine Naturverbindung mit unserer einjährigen, modularisierten Ausbildung. Unter der Anleitung erfahrener Wildnistrainer*innen entwickelst Du Wildnis- und Survivalfertigkeiten sowie tiefgreifendes Naturwissen. Diese Ausbildung ist Dein Wegweiser zu einer intensiveren physischen, geistigen und emotionalen Beziehung zur Natur.

Für wen ist diese Ausbildung?

Diese Ausbildung ist ideal für:

  • Personen, die sich nach mehr Lebendigkeit und Naturverbindung sehnen.
  • Diejenigen, die unabhängiger von den Zwängen der modernen Zivilisation leben möchten.
  • Naturbegeisterte, die andere mit Leichtigkeit für die Wildnis gewinnen wollen.
  • Berufstätige, die wildnispädagogische Elemente in ihre Arbeit integrieren oder eine neue berufliche Perspektive in diesem Bereich suchen.

Was wirst Du lernen?

In sieben mehrtägigen Modulen schärfst Du Deine Wahrnehmung und lernst, die Sprache der Natur zu verstehen.

Zu den Inhalten gehören:

  • Spurenlesen und die geheime Sprache der Vögel.
  • Einrichten von Wildniscamps und Finden von Nahrung in der Natur.
  • Naturhandwerkliche Fertigkeiten.
  • Leiten von Spielen und Gruppenprozessen.
  • Coyote-Teaching: Lerne durch Selbsterfahrung und die leitenden Fragen Deiner Mentorinnen, bevor Du selbst zum/zur Mentorin wirst.

Warum ELAN e.V.?

  • Über 25 Jahre Erfahrung in der Wildnispädagogik.
  • Persönliche Begleitung durch mindestens zwei Trainer*innen pro Tag.
  • Ein wertschätzendes und lernförderndes Umfeld.
  • Eine Ausbildungsgruppe mit maximal 20 Personen.
  • Transparente Gesamtkosten von maximal 2.140,-€ inkl. Unterkunft und Verpflegung ohne versteckte Zusatzkosten.

Kontakt und weitere Informationen:

https://elanev.de/aus_und_fortbildung/ausbildung-wildnispaedagogik/

ELAN e.V.
Brühler Str. 52
99084 Erfurt
Telefon: 0 361 – 55 12 863

Newsniöld -  Naturpark-Verwaltung

Neugierig auf unsere Naturpark-Erlebnisse in 2024? Dann schauen Sie in unseren Online-Veranstaltungskalender oder holen Sie sich den gedruckten Kalender im Naturpark-Haus in Leutenberg oder demnächst auch in ihrer nahegelegenen Tourist-Information, Gemeindeverwaltung oder bei unseren Naturpark-Partnern und Zertifizierten Natur- und Landschaftsführerinnen und -führern (ZNL).

Nehmen Sie sich Zeit für Natur! Wir nehmen Sie mit auf eine unvergessliche Reise von Saalfeld bis Hirschberg und von Plothen bis Blankenstein. Lernen Sie unsere ZNL kennen, tauschen Sie sich aus, nehmen Sie die Natur bewusst wahr, werden Sie aktiv und lassen Sie sich von den kleinen und großen Schätzen des Naturparks verzaubern!

Suchen Sie Naturerlebnisse für Ihre Familie, Ihren Freundeskreis oder Ihr Kollegium und wollen den Termin selbst festlegen? Kein Problem! Ob Wanderung, Kochen mit Kräutern oder Workshop: Planen Sie Ihren Termin direkt mit unseren ZNL und Naturpark-Partnern!
Diese Angebote finden Sie hier auf unserer Webseite oder im gedruckten Kalender ab Seite 85.

Newsniöld -  Pflanzaktion während der Projektwoche mit Thüringen Forst und Naturpark-Verwaltung. Foto: Heike Gögelein, Naturpark-Verwaltung

Naturpark Projektwoche

Mehr Bildung für Nachhaltige Entwicklung und enge Zusammenarbeit aller Bildungspartnerinnen und -partner im Land der Tausend Teiche wurde 2023 als Ziel im Naturpark-Teilplan für die Naturparkregion mit allen Beteiligten vor Ort vereinbart. Parallel dazu erfolgten bereits die ersten Vereinbarungen und Vorbereitungen. Und das Ergebnis in diesem Jahr: Die erste gemeinsame Naturpark-Projektwoche für 8. Klässler an der Jugendherberge „Am Hausteich“ in Plothen.

Idyllisch ruhig und mitten in der Natur gelegen, boten sich Wald-, Wasser- und Freiräume für Naturentdeckungen, Teambildung und gute Taten. Unter dem Motto „Die Vielfalt im Naturpark erleben!“ gingen 29 Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse des Erasmus-Reinold-Gymnasiums aus Saalfeld für drei Tage begeistert auf nachhaltige Entdeckungstour in den Naturpark, erkundeten Wald, Wasser, Boden und lernten wie es sich auch ohne Lunchpaket und Handy-Navigation in der Natur überleben lässt. Als Highlight der Projektwoche wurde die Pflanzaktion zusammen mit dem Thüringen Forst wahrgenommen. Aber auch der Escape Room der Natura 2000-Station Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale und das Bauen von Nistkästen mit dem Team der Naturpark-Verwaltung fand regen Anklang.

Auch die Lehrkräfte waren gefragt und konnten sich in der täglichen Auswertungen mit den Referentinnen und Referenten darüber austauschen, was vom Erlernten in den Schulalltag übernommen werden kann.

Die gute Zusammenarbeit in der Naturparkregion „Land der Tausend Teiche“ im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung hält weiter an. Zum Familienerlebnistag am 19. Oktober an der Jugendherberge in Plothen kann sich jede und jeder davon überzeugen. Und auch die Schul-Projektwochen werden im März 2025 erneut für Klassen aus dem Naturpark angeboten.

Mehr Informationen zu Bildungs für nachhaltige Entwicklung im Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale finden Sie hier

 

Das neue Artenschutzprojekt „Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen startet heute mit der Übergabe des Fördermittelbescheids durch Umweltminister Bernhard Stengele. Das Projekt will die Ausbreitung des Luchses in Deutschland und Mitteleuropa fördern und einen stabilen Populationskern im Thüringer Wald schaffen. Dafür sollen innerhalb der kommenden vier Jahre bis zu fünf Luchse pro Jahr in Thüringen ausgewildert werden. Zum gemeinsamen Termin im Naturkundemuseum Erfurt präsentierte sich ein breites Bündnis von Akteuren aus Naturschutz, Forst und Jagd. Neben Tieren aus dem Gehege in Hütscheroda geht es auch um zusätzliche Luchse aus den rumänischen Karpaten – dafür sind zwei rumänische Partnerorganisationen in das Projekt eingebunden.

„Der Luchs lebt in unseren Wäldern –  er ist ein wichtiger Teil unseres Ökosystems und eine faszinierende Großkatze dazu. Noch fehlt der Trittstein zwischen den Luchsen im Bayerischen Wald und dem Harz. Wenn das Projekt diese Verbindung schafft, haben wir für die Zukunft des Luchses in Mitteleuropa viel erreicht“, so Umweltminister Bernhard Stengele.

Das Projekt „Luchs Thüringen“ wird im Programm „Förderung von Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft“ (ENL) umgesetzt und vom Umweltministerium über einen Zeitraum von etwa vier Jahren in Höhe von 2,9 Millionen Euro gefördert, bereits 2024 mit rund 880.000 Euro. 20 Prozent der Summe stammen aus dem Thüringer Landeshaushalt, die übrigen 80 Prozent sind so genannte ENL-Mittel aus einem von der EU kofinanzierten Programm des TMUEN zur Förderung von Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft. Hinter dem Projekt „Luchs Thüringen“ steht ein breites Bündnis aus zehn Organisationen innerhalb und außerhalb Thüringens, das gemeinsam die Zukunft des Luchses in Mitteldeutschland gestalten möchte. Koordiniert wird das Projekt durch den BUND Thüringen.

Sebastian König, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen, erklärt: „Der BUND Thüringen setzt sich bereits seit vielen Jahren für den Erhalt des Luchses im Freistaat ein. Unsere Feldarbeiten liefern wichtige Informationen zum Vorkommen der Art in Thüringen und unsere Zuchtanlage im BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda ist in Deutschland bislang einzigartig. Hier können in Gefangenschaft geborene Luchse ohne Kontakt zu Menschen aufwachsen und optimal auf ein Leben in freier Wildbahn vorbereitet werden.

Kathrin Samson, Vorständin Naturschutz beim WWF Deutschland kommentiert: „Die Zukunft der Luchse in Deutschland entscheidet sich in Thüringen. Wir brauchen die Wälder dort als Verbindungskorridore zwischen den Luchspopulationen im Harz und im Bayerischen Wald.“

Dazu bekommen die Luchse Sprunghilfe aus Rumänien: Neben den Luchsen aus Gehegehaltung sollen innerhalb der nächsten vier Jahre etwa zehn Luchse als Wildfänge aus den rumänischen Karpaten in den Thüringer Wald umgesiedelt werden. Um dies zu gewährleisten, sind zwei rumänische Partnerorganisationen in das Projekt eingebunden. „Neben dem Fang der Luchse unterstützen wir unsere rumänischen Kolleginnen und Kollegen auch beim Monitoring der Art und helfen so, wichtige Daten zur Verbreitung und Populationsdichte des Luchses in den Karpaten zu sammeln“, sagt Samson.

Auch der Landesjagdverband (LJV) Thüringen engagiert sich im Projekt „Luchs Thüringen“ für den Erhalt der heimischen Wildtierart.

Frank Herrmann, Landesgeschäftsführer des LJV Thüringen, ergänzt: „Ebenso wie unsere größte Schalenwildart, das Rotwild, leidet auch der im Thüringer Wald sehr seltene und große Streifgebiete benötigende Luchs unter der Zerschneidung seiner natürlichen Lebensräume. Aktuell sind zur Förderung des Gen-Austausches und zur Vernetzung der Luchslebensräume daher Bestandsstützungen noch erforderlich. Der Landesjagdverband unterstützt dabei aktiv das Monitoring dieser interessanten Großkatze.“

Große Unterstützung erhält das Projekt von der ThüringenForst AöR – vor allem beim Fotofallenmonitoring des Luchses. „Luchse sind uns willkommen. Sie sind wichtiger Teil des Ökosystems Wald in Thüringen. Wie intensiv der Einfluss einer erhöhten Luchspopulation auf den Wald und seine Verjüngung tatsächlich sein wird, bleibt abzuwarten. Die Auswilderung von 20 Luchsen stärkt und verbindet die Populationen und hilft, die erforderliche Wiederbewaldung voranzubringen“, so Volker Gebhardt, Vorstand der ThüringenForst AöR.

Weitere Projektpartner sind die die Wildtierland Hainich gGmbH (Trägerin BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda), das Biosphärenreservat Thüringer Wald, der Naturpark Thüringer Wald, die rumänischen Organisationen Asociaţia pentru Conservarea Diversităţii Biologice und Romsilva sowie die Georg-August-Universität Göttingen.

 

Hintergrund:

Der Luchs kommt in Deutschland derzeit in drei Gebieten im Harz, im Bayerischen Wald und im Pfälzerwald vor. Nach Schätzungen des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) leben momentan etwa 125 bis 135 selbstständige Luchse in Deutschland. In Thüringen sind etwa 5 bis 10 Luchse dauerhaft heimisch, vor allem im Norden des Freistaats. Doch die Vorkommensgebiete sind weit voneinander entfernt und ein Austausch von Individuen findet noch kaum statt. Dies kann langfristig zu genetischer Verarmung führen und gefährdet den Fortbestand der Art in Deutschland und Mitteleuropa. Um den genetischen Austausch der Luchspopulationen Mitteleuropas zu fördern, schlagen Experten daher die Gründung weiterer Populationskerne zwischen den etablierten Vorkommensgebieten vor. Aufgrund seiner zentralen Lage kommt dem Thüringer Wald eine herausragende Rolle bei der Umsetzung dieser Strategie zur Vernetzung der Luchsvorkommen Mitteleuropas zu.

Im Rahmen des Vorgänger-Projekts „Trittstein Thüringer Wald“ entstand im Mai 2023 im Wildkatzendorf Hütscheroda ein Koordinationsgehege, in dem in Gefangenschaft geborene Luchse ohne Kontakt zu Menschen aufwachsen und auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden. Gemeinsam mit den bis zu zehn Wildfängen aus Rumänien werden sie im Thüringer Wald ausgewildert. Zuvor werden sie in einem durch ThüringenForst errichteten Soft-Release-Gehege im Thüringer Wald direkt vor ihrer Auswilderung untergebracht, um sich an ihre zukünftige Umgebung zu gewöhnen.

Weitere Informationen: luchs-thueringen.de

 

Projekt-Koordination:

Dr. Markus Port, Projektkoordinator Luchs BUND Thüringen, 0160 98011164, m.port(at)luchs-thueringen.de

Dr. Max Boxleitner, Projektmanager Luchs Thüringen beim WWF Deutschland, 0151 18854867, max.boxleitner(at)wwf.de

 

Pressekontakt:

Anne Werner | Kerstin Neumann, BUND Thüringen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: +49 361 5550314, presse(at)bund-thueringen.de

WWF Deutschland | Rebecca Gerigk, Pressestelle WWF, Tel.: 030 311777-428, rebecca.gerigk(at)wwf.de

Tom Wetzling, Mediensprecher Thüringer Umweltministerium, Tel.: +49 361 57 3911933, presse(at)tmuen.thueringen.de

 

Newsniöld -  Konstantin Gruner, CC BY-SA 4.0

Mehrere Gemeinden im Naturpark haben die Gelegenheit genutzt und neue Sitzbänke über den Naturpark-Verein bezogen. Stabil und rustikal sollten sie sein, um möglichst lang der Witterung zu trotzen und allen Wandernden eine schöne Auszeit - umgeben von beeindruckender Natur - zu bescheren.

Während der Naturpark-Verein für die Kosten aufkam und Anschaffung und Transport durch die Naturpark-Verwaltung unterstützt wurde, ist es nun an den Gemeinden sich um den Aufbau und die Instandhaltung der neuen Sitzgelegenheiten zu kümmern. Rechtzeitig vor Start der Urlaubssaison sind alle Bänke aufgestellt und freuen sich auf Gäste und Einheimische im Naturpark, die sich in der Natur eine Auszeit gönnen!

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